Rund um Köln 2014

Zum letzten Mal am „traditionellen“  Ostermontag Termin wurde in Köln der German Cycling Cup gestartet. Auch zahlreiche ERGler nutzten den Auftakt, um die ersten Jedermann-Rennkilometer des Jahres zu sammeln. Sowohl auf der kurzen 67 Kilometer Strecke als auch auf der längeren 120 Kilometer Runde waren wir zahlreich vertreten. Ein kurzer Bericht von Volker O. zur  67er Runde. 

Relativ unverhofft bin ich zum Startplatz gekommen. Kurzfristig für Jule eingesprungen, die leider durch eine Erkältung angeschlagen war,  startete ich in guter Ausgangsposition im Startblock A. Leider haben wir es versäumt, uns als ERGler zusammen zu platzieren. Quasi in erster Reihe war Dominik B., ca. 10 Meter weiter hinten hatte ich mich eingereiht, etwa 15 Meter weiter hinten waren Michael H. und Stefan B. Hier ist auf jedenfall noch Optimierungspotential. Nachdem ich quasi eine Stunde auf der Stelle gestanden habe, wurde das Rennen pünktlich um 11:00 Uhr gestartet. Wenigstens zeigte sich zwischenzeitlich die Sonne und mit angenehmen 18 Grad war das Wetter für kölsche Jedermann Verhältnisse beängstigend gut.

Vom Start weg war das Tempo hoch. Auf den ersten Kilometern immer zwischen 45-50 km/h. Nun galt es erstmal das richtige Hinterrad zu finden, um möglichst viele Körner zu sparen. Hier fehlte es vielleicht noch etwas an Erfahrung, mehrfach musste ich wechseln, um nicht den Anschluss zu verlieren. Insbesondere nach den zahlreichen Kreisverkehren und Abzweigungen ist es augenscheinlich vielen schwergefallen wieder richtig Fahrt aufzunehmen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Überraschenderweise wurde sehr diszipliniert gefahren. Insgesamt habe ich nur zwei Stürze mitbekommen, die aber glimpflich abgelaufen sind.

Bis zum ersten Anstieg nach Oberskirchbach/Bechen konnte ich die Spitzengruppe halten, ein unerwarteter Erfolg. Der Anstieg nach Bechen war dann aber doch vom Tempo her zu hoch. 3,6 Kilometer mit im Schnitt vier Prozent Steigung im Renntempo waren dann doch etwas viel. Etwas gemütlicher, aber mit 284 Watt Schnitt exakt an der Schwelle war ich nach 09:00 Minuten oben. Kurz vor der Kuppe sah ich ein Fahrerfeld von ca. 10 Fahrern, die ebenfalls dem hohen Tempo Tribut zollen mussten. Kurz noch nochmal kräftig in’s Pedal getreten und ich war an der Gruppe dran.

Die nächsten Kilometer war das Tempo nicht weniger langsam, ich hatte jedoch eine gute Position und konnte auf den nächsten Kilometern wieder neue Kraft schöpfen. In der Gruppe wurde gut zusammengearbeitet, dass Tempo wurde insbesondere durch einen Fahrer vom Team Strassacker hochgehalten. Leider spielte der Wettergott mal wieder verrückt, kurz vor der Ankunft bei Bensberg setzte ein heftiger Schauer ein. Ich hatte ein schlechtes Gefühl bezüglich Nässe in Kombination mit Kopfsteinpflaster am Aufstieg zum Schloss Bensberg.

Auf der Anfahrt zum Schloss Bensberg setze ich mich an die Spitze der Gruppe um eventuellen Stürzen aus dem Weg zu gehen. Die 300m Kopfsteinpflaster Passage war fürchterlich glatt. Gott sei Dank war auf der linken Seite eine „kleine“ Rinne in der ich zumindest mal ohne Sturz und Abstieg den Aufstieg bewältigen konnte. Mehrfach rutschte das Hinterrad weg, doch wie durch ein Wunder bin ich sturzfrei oben angekommen.

Die restlichen flachen Kilometer wurde mehr oder weniger gut zusammengearbeitet. Etwa die Hälfte der ca. 10 köpfigen Gruppe beteiligte sich an der Führungsarbeit. Das Tempo war am Anschlag. Etwa 12 Kilometer vor dem Ziel holten wir tatsächlich eine etwa 15 Fahrer starke Gruppe auf. In dieser war auch Dominik B. Ich hielt mich jetzt am Ende des Feldes auf, um für den Schlusssprint etwas Körner zu sparen. Das Tempo ging etwas runter, augenscheinlich wollte jeder etwas Kraft sparen. Knapp über 40 km/h schnell ging es durch Kölns Vororte. Von hinten rollte eine Gruppe von ca. 25 Fahrern aus der langen 120er Runde auf. In selbiger traf ich Max S. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und rollten im Feld mit. Ca. drei Kilometer vor dem Ziel wollte ich unbedingt aus der Mitte raus. Mir war das Sturzriskio zu hoch. Ich hatte erstaunlicherweise noch wirklich „gute“ Beine. Schnell zwei drei Lücken in bester „Ulf Berger Manier“ ausgenutzt und zack war ich in der ersten Reihe. Leider verlor ich bei diesem Gewusel Max aus den Augen. Die langgezogene Kurve zu Severinsbrücke drückte ich ordentlich auf’s Pedal und war an erster Stelle oben am Scheitelpunkt der Brücke. Noch etwas Tempo gemacht auf der Brücke,  um dann auszuscheren um anderen die Führungsarbeit zu überlassen. Ich warte bis ca. vier Fahrer vorbeigefahren waren und „drückte“ mich dann wieder in’s Feld. Spurt zum Hinterrad des Vordermanns, Rechtskurve von der Brücke runter, Zielgrade, Gang rein – Tempo hoch – Endspurt mit 54 km/h und bähmmm geschafft. Sturzfrei alles überstanden. Endzeit 1:44:48 Platz 126 von 1.638, 41 AK, 40,3 km/ Schnitt.

Ich bin super zufrieden mit dem Ergebnis. Mit einer größeren Gruppe ab Bechen wäre vielleicht noch mehr gegangen.

Die Ergebnisse der anderen Fahrer:
67er Runde
Dominik B. – 1:45:02 – Platz 152 – AK 34
Volker B. – 1:50:33 Platz 322 – AK 111
Michael H. – 1:54:20 Platz 536 AK 156
Stefan B. – 2:00:12 Platz 839 AK 146
Wencke K. –  2:10:49 Platz 106 AK 51

124er Runde
Florian V. – 3:08:26 – Platz 3
Max Sch. – 3:14:59 Platz 76 – AK 20
Ulf B. –  3:39:18 Platz 420 – 146 AK
Werner S. – Platz 562 3:50:20  86 AK

 

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