Ötztaler Radmarathon 2017

Hart, härter, Ötztaler…der selbstgewählte Slogan des Ötztaler Radmarathon hat auch in diesem Jahr wieder 4.500 Radsportler aus aller Welt motiviert nach Sölden zu kommen. Auch die ERG war in diesem Jahr mit fünf Sportlern vertreten. Neben Philipp Stratmann, Reiner Heinz und Florian Vrecko die allesamt erfahrene Finisher sind, wollten auch die beiden Frischlinge Volker Osterkamp und Ulf Berger den Mythos Ötztaler erfahren. Vorweggeschickt: Allen ist es gelungen den Ötztaler deutlich unter zehn Stunden zu finishen. Florian mit 7:15 und Philipp mit 8:12 mit neuer persönlicher Bestzeit und überragenden Ergebnissen.

Rainer Heinz, 9:45 Platz Overall 1.375 AK 777
Volker Osterkamp 9:33 Overall 1.165 AK 660
Ulf Berger 9:09 Overall 806 AK 448
Philipp Stratmann 8:12 Overall 244 AK 116
Florian Vrecko 7:15 Overall 18 AK 10

Aber was macht jetzt den Ötztaler zu DEM ULTIMATIVEN HÄRTETEST in den Alpen?

Selektives Profil:

Von den reinen Fahrdaten ist der Ötztaler natürlich schon beindruckend. 225km und 5.000 HM sind wahrlich kein Pappenstiel, aber natürlich gibt es noch einige Marathons die ein ähnliches Profil aufweisen. Was den Ötztaler zu etwas Besonderem macht: Der längste und härteste Anstieg kommt zum Schluss. Das Timmelsjoch mit 27km Anstieg und 1.800 HM am Stück zieht einem ganz gehörig die Kraft aus den Beinen. Kühtai, Jaufenpass und Timmelsjoch bewegen sich um, respektive höher als 2.000 m über N.N. – insbesondere letzterer Anstieg endet 2.500 Meter über dem Meeresspiegel – die dünnere Luft macht sich deutlich bemerkbar in den Leistungswerten.

Wetter:
In diesem Jahr haben die Teilnehmer nahezu ideale Bedingungen vorgefunden. Zumindest die Teilnehmer die heuer unter 10 Stunden gefahren sind. Alle die danach ins Ziel eingetrudelt sind, mussten mit Regen und einem Temperatur-Umschwung klarkommen. Nichts ungewöhnliches beim Ötztaler. Während in Sölden beim frühen Start um 06:45 Ur vielen noch bitter kalt ist, sind in Südtirol (Sterzing, St. Leohnard) oftmals deutlich Temperaturen über 25 Grad vorherrschend. Ein Umstand der das Ganze nicht einfacher macht.

Fahrerfeld:
Wohl bei keiner anderen Radveranstaltung in den Alpen ist die Leistungsdichte der vorderen Fahrer so groß. Man schaue sich nur mal die Zeiten und Leistungswerte im vorderen Feld an. Wattwerte von > 5w/kg sind keine Seltenheit. Für viele Teilnehmer heißt es aber natürlich auch einfach nur ankommen – der letzte Fahrer wird traditionell freudig begrüßt im Ötztal.

Insgesamt ist der Ötztaler eine rundum gelungene Veranstaltung. Top organisiert, abgesperrte Strecke, Klasse Verpflegung und seit diesem Jahr im Vorfeld auch mit einem Profi-Rennen. Wer traut sich 2018 auf die Strecke… :)

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