Im Startblock ganz hinten – Im Ziel ganz vorne

Vivien hat sich am Samstag in Sundern beim SKS Megasport Marathon einmal durch das ganze Feld der Frauenklasse gearbeitet und erfolgreich als erste ihrer Altersklasse die Ziellinie überquert! Herzlichen Glückwunsch! Aus ihrer Sicht war das so:

Nach mehreren Jahren stand ich am vergangenen Samstag zum ersten Mal wieder in Sundern-Hagen an der Startlinie. Beim SKS Marathon wollte ich die Mitteldistanz (55 km) fahren – so der Plan. Kurzfristig entschloss ich mich jedoch auf die Kurzstrecke (30km) umzumelden, wodurch mir nur ein Plätzchen im letzten Startblock übrigblieb. 

Dies stellte sich allerdings als nur halb so schlimm heraus, denn ich hatte nette Begleitung von Florian, der mir die Wartezeit von knapp 1 Stunde (!) deutlich erträglicher machte. Den einsetzenden Regen konterte er mit einer knallroten Regenjacke – meine hatte ich natürlich ganz optimistisch im Auto gelassen… Kurz vor dem Start hörte der Regen glücklicherweise aber auch auf.

Gegen 10.40 war die Startaufstellung dann komplett – und ich bekam auch schon Panik. Habe ich genug gegessen und getrunken? Hätte ich vielleicht doch einen Ersatzschlauch oder Werkzeug mitnehmen sollen? Zur Aufmunterung hat mir dann mein Nebenmann auch noch erzählt, dass er bisher jedes Jahr in Sundern einen Plattfuß hatte. Ich war schon vor dem Start schweißgebadet! Das ging also schon mal gut los.

Nachdem dann endlich alle klassischen 80er und 90er Starterlieder gespielt worden waren, erfolgte der Start. Durch die enge Streckenführung, war es nicht leicht eine gute Position zu finden. Der Platz im letzten Startblock war da auch nicht sonderlich hilfreich. Da man in Sundern nach dem Start direkt einen langen Asphaltberg bezwingen musste, konnte ich dann allerdings einige Plätze gut machen und meinen Rhythmus finden.

Am Ende des Bergs vor Abbiegen ins Gelände fand ich mich im vorderen Teil des Feldes wieder und war etwas überrascht – habe ich vielleicht überzogen? Das Gefühl in den Beinen war gut, also bin ich in meinem Tempo weiter gefahren.

Nach einer kurzen Wiesenabfahrt ging es dann auch wieder bergauf und am ERG- Support in Form von Raphaela vorbei. Dabei entstand unter anderem dieses Foto.

Die Strecke war insgesamt trotz Regenflut Tage zuvor gut zu fahren. Durch den Regen war sie zwar an einigen Stellen aufgeweicht, allerdings immer noch gut fahrbar.

Gegen Ende des Rennens musste man noch eine Skipiste bezwingen. In der Abfahrt dabei konnte ich noch weitere Positionen gut machen. Dabei stellten einige der Zuschauer entsetzt fest, dass ich eine Frau bin, die offensichtlich bergab keine Angst hat. Am darauffolgenden Anstieg wurden die Männer, die ich überholt habe noch mit Sprüchen wie „hoffentlich ist das nicht deine Freundin die dich da überholt hat!“ bedacht. Danke für die Aufmunterung – anders als bei so manchem anderen Marathon waren die Zuschauer gut gelaunt und haben jeden Fahrer angefeuert.

Insgesamt hatte ich weder bergauf noch bergab größere Schwierigkeiten, sodass ich mir am Ende einen 4. Gesamtrang von 57 gestarteten Damen sichern und in meiner Altersklasse „Frauen“ das Siegerpodest ganz oben vor 15 anderen Starterinnen besteigen konnte.

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