Florian’s P-Weg über 90km und 2200hm

MTB- Ultramarathon 90km, 2200hm in Plettenberg. Für Florian war es so:
Die Zusammenfassung ist heute kurz: AAAAAARG…
Zunächst aber mal zum Positiven: Beste Organisation, grandiose Stimmung der Helfer und Zuschauer überall an der Strecke und sogar schönes Wetter. Dafür gibt es eine 1+

Aber um mit dem Anfang zu beginnen: Ich hatte mir ein richtig schönes Rennen vorgenommen, ganz in meinem Tempo. Quasi ein Trainingsrennen. Das lief auch bestens, ich stand wieder weiter hinten im Startblock und ging nicht das Tempo der Spitzengruppe mit. Die Beine waren aber ganz im Gegenteil zu Nordenau prima und so hatte ich mich nach den ersten 2 Hügeln von allen Verfolgern abgesetzt und vor mir befand sich die Führungsgruppe unbekannter Größe in unbekannter Entfernung. In den Abfahrten ging ich wegen der feuchten Bodenverhältnisse kein Risiko ein. In der Abfahrt vor dem langen flachen Transferstück ab km 20 schlossen so glücklicherweise zwei der 74km Strecke (u.a. Herr Schulte von Rapiro-Racing) zur mir auf, mit denen ich dann gemeinsam Tempo machen konnte, bis sich die Strecken teilten.
Leider konnten wir nicht zu einem weiteren Rapiro- Fahrer (Alexander Rebs?!) aufschließen, der als einziger gelegentlich in weiter Entfernung im Rapiro-Orange aufleuchtete.
Ab der Streckenteilung war ich auf meine alleinige Motivation angewiesen, ich ließ mir von den anfeuernden Plettenbergern sagen, das c.a. 6 Leute voraus waren mit c.a. 5 Minuten Vorsprung. Besser als ich gedacht hatte.

Und es lief weiter gut… ein bisschen..

Bei km 58 in einer ziemlich flotten Singletrailabfahrt mit fies vielen Steinen, gab es einen Schlag… und wenig später Luftverlust
AAAAARRRG.
Die Milch hatte keine Chance bei einem 3mm Schnitt in der Lauffläche, die Kartusche war schnell leer, der Reifen immer noch platt, ein Glück hatte ich die Pumpe am Rad gelassen. Ich zog im Dreck einen Schlauch ein. Mit knapp 17Minuten Standzeit sicher keine Meisterleistung, aber ich fand es ganz ok, da ich mich daran erinnerte, wie schwer die Reifen zu Hause im sauberen auf die Felge zu bekommen waren.
Warum war ich hier eigentlich so runter gerast, dachte ich, als ich alle an mir vorbei eiern sah….

Danach lief es zunächst ängstlich (hält der dreckige Schlauch??), ein bisschen sauer über das Pech, aber von den Beinen her super weiter. Ich konnte mein hohes Tempo auch an den weiteren Anstiegen halten. Ich überholte viele der 74er wieder, die deutlich langsamer waren.

Von dem Defekt abgesehen also ein super Rennen. Richtig ärgerte ich mich dann mit schon genannten Äußerungen beim Blick auf die Ergebnisliste. 3 Minuten zu lange geflickt für das 3. Altersklassentreppchen :( so nur die Holzmedaille und Gesamt 14.

Ohne die Zwangspause hätte ich den 6. Gesamt und 3. AK halten können.
Wegen den super Beinen und der klasse Organisation und dem netten Zusammensein zur Siegerehrung unserer ERG-Mädels (Jule 1. Gesamt über 74km, Raphaela Stadtmeisterin der 45km, herzlichen Glückwunsch hier nochmal) fuhr ich insgesamt mit einem guten Gefühl heim.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.