C-Klasse Bocholt :: Rennbericht von Sven U.

Der 1,2 km Rundkurs in Bocholt stand an: Zielgerade, enge 160° Kurve links, Gegengerade, dann eine weite, enge linkskurve gefolgt von einer 190m Geraden, dann die letzte weite, breite und schnelle Linkskurve vor der Zielgeraden. In der C-Klasse waren für die ERG Sven Schmeling, Jan S., Maximilian Schorsch, Andreas Görtz, Mathias Raaben, Jochen Sixel,  und ich am Start. 

Das Rennen fing wie gewohnt schon recht flott an, die ersten 20-25 Runden hatten einen gewissen Anteil an Einer- und Zweierreihe bei ziemlich starkem und böigem wind. Meine Beine haben schon in den ersten 10 runden zeimlich gebrannt aber ich konnte mich trotzdem ganz gut nach vorn durcharbeiten. Als ich relativ weit vorn und außen war und es sich vor der zweiten,  engen Kurve knubbelte, wollte ich nicht im Pulk durch die kurve und bin nach vorn gefahren und als erster duch die Kurve. Dann gings ein kurzes Stück geradeaus und kurz vor der letzten kurve wollte ich rausnehmen und hab geschaut wo ich raus fahren kann, da waren wir vier mann und hatten auf einmal ein loch, einer rief „fahr“ und dann konnte ich mich mich nicht widersetzen und bin gefahren. So fand ich mich auf einmal in der Spitzengruppe wieder?! Ich war ziemlich ungläubig – das wollte ich doch gar nicht – und meine beine wollten das erst recht nicht!!! Auf der Zielgeraden habe auf die Rundenanzeige gesehen: 25!!!! da wusste ich schon dass das nichts wird aber ich dachte mir gleichzeitig: gutes Training also hab ich versucht alles zu geben was ging: ziemlich am Anschlag, das Wechseln hat gar nicht gut geklappt, mal davon abgesehen, dass bei dem böigem Wind Windschatten mal größtenteils Fehlanzeige war und ich mich hinten NULL erholen konnte. Dazu kommt dass ich gemerkt hab dass ich gar nicht in ner Gruppe fahren kann, mir fehlt die Erfahrung!! Hab das alles sehr chaotisch in Erinnerung. War mental auf sowas nicht vorbereitet. Der Tacho ist auch andauernd ausgefallen und ich hatte überhaupt keinen Anhaltspunkt wie schnell wir waren, ob ich gut oder schlecht bin, dazu waren die alle noch verdammt stark. Einmal hat der Tacho funktioniert da stand 45 drauf: die gruppe lief gut, nur ich nicht! hatte irgendwann ständig Löcher, die anderen waren einfach besser. Plötzlich kamen sie von hinten und ich war froh, dass das Feld uns zurückgeholt hatte, ich dachte „endlich wieder lutschen“… Fehlanzeige!! Das waren sieben Leute die uns aufgefahren hatten, danach ging richtig die Post ab und ich hab noch eine Runde dranbleiben können, dann war ich breit und musste mich nach neun Minuten harter Arbeit in der Gruppe zurück ins Feld fallen lassen. Konnte mich im Feld dann schnell und gut wieder erholen, was mich überascht hat und ich hab mich gefragt ob ich mir nicht genug die Peitsche auf den Rücken gegeben habe. Aber im nachhinein muss ich sagen: ich war fertig, da ging nix mehr. war auch im Kopf total konfus, weil mich das mit der Gruppe total überascht hatte. War da gar nicht drauf vorbereitet. Lehrgeld und Know-How für das nächste Mal!

Hab dann auf jeden fall erstmal im Feld gelutscht. Das hat sich dann im Gegensatz zur Arbeit in der Gruppe angefühlt wie eierschaukeln. Acht Runden vor Schluss, es war gerade noch einer weggefahren hab ich dann erneut mein Glück versucht und bin nochmal weggefahren. Ich hab den Kollegen aufgefahren und wir haben versucht zu überleben. Das ganze hat so knapp fünf minten gedauert, so knapp zwei, drei Runden – dann war ich wieder breit und musste mich erneut zurückfallen lassen. Hab dann im Hauptfeld noch mitgesprintet, bin aber kurz hinter Andreas in der grauen masse untergegangen.

Mein Fazit: nichts gerissen ABER: ich hatte mir eh vorgenommen ein qualitätsvollen Trainingsrennen zu fahren und ich finde das habe ich gemacht, ich bin ein paar mal an mein äußerstes Limit gegangen, konnte vorne mitspielen und habe (blöderweise) die Gruppe iniziiert die die Platzierungen unter sich aufgeteilt hat.. Ich weiß jetzt woran ich noch arbeiten muss, vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Die Spitzengruppe wurde später noch gesprengt. Da eine Überrundung angestanden hätte ist das Hauptfeld in Runde 48 oder 49/51 rausgenommen worden. Übriggeblieben sind eine Viererspitze und zwei kleinere verfolgergruppen, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

Beendet haben das Rennen: Sven, Jan, Andreas und ich.

Jan hat mir gestern noch seine Powermeterdaten geschickt:

W Durchschnitt im gesamten Rennen: 244W
W Durchschnitt in der ersten halben Stunde: 261 W danach war dann wohl die Gruppe weg.
41,6kmh im Schnitt, ich habe aber erst 4 Minuten nach Beendigung des Rennens das Intervall gestoppt daher scheinen 42kmh wohl eher richtig.

Weiter geht es am kommenden Freitag in Arnsberg und am Wochenende der nächsten Woche: Das Nachtuhlen-Kriterium in Stadtlohn am Freitag und das Rennen in Heinsberg am darauf folgenden Sonntag stehen im Rennkalender!

Ein Gedanke zu „C-Klasse Bocholt :: Rennbericht von Sven U.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.