Supergiro Dolomiti 2017

Nachdem ich in den letzten 2 Jahren mit meinem Cousin aus dem Hessenland das Stilfser Joch im Rahmen des Dreiländergiros gefahren war, wollten wir in diesem Jahr mal was größeres in Angriff nehmen. Die Wahl fiel auf den Supergiro Dolomiti mit Start in Lienz!

Zur klassischen Umrundung der Lienzer Dolomiten mit 112 KM und 1860 HM, gesellt sich seit ein paar Jahren die Extrem-Variante “SuperGiroDolomiti” mit 232 KM und 5234 HM. Um 6:30 Uhr fiel der Startschuss. Die Strecke führte uns durchs Lesachtal nach Oberdrauberg zum ersten Anstieg, der mit einer Länge von 6 KM und 297 HM noch recht easy zu fahren war. Es folgte der Plöckenpass ( 12 km/ 930HM ) direkt über die Staatsgrenze nach Italien zum wunderschönen Ort Paluzza. Viele Einheimische standen am Streckenrand und feuerten uns an. Von hier aus ging es weiter zum Ort Paularo, mit mittlerweile über 2000 gefahrenen Höhenmetern in den Beinen fühlte ich mich aber noch recht frisch.

Auf zum Lanzenpass! 15,4 KM und 1088 HM, die es in sich hatten. Wer hier schon in Schwierigkeiten war, musste sich quälen. Im wahrsten Sinne des Wortes …! Mit teilweise über 15 Prozent Steigung wurde hier alles abverlangt. Leider fielen mein Cousin sowie einige andere dem harten Anstieg und über 30 Grad Hitze zum Opfer! Meine eigene Kraft und Motivation hielt und so rollte ich die etwas gefährliche Abfahrt hinunter zum nächsten und vorletzten Anstieg, dem Nassfeldpass ( 13,4km / 969HM ). Ein toller, gut asphaltierter Aufstieg zu einem Skigebiet mit einigen Hotels auf dem Gipfel und einer wahnsinnig tollen Aussicht. Nun ging es noch einmal mit Highspeed runter ins Tal, zum letzten und längsten Anfstieg. Ca. 80km vor dem Ziel musste ich noch einmal richtig auf die Zähne beissen. Der Kartitscher Sattel, mit einer Länge von 40 KM und 1250 HM, nahm leider dann auch mir teilweise die Lust am Radfahren. Ich überlistete meine mittlerweile angeknackste Psyche mit laut gesungenen Liedern.

Alle Pässe geschafft. Nun ging es nur noch auf der „großen Mühle“ wieder zurück ins Ziel, in Lienz. Die Zeit erwähne ich nicht, denn sie war einfach nur nebensächlich. Es zählte von vorn herein nur eines! Finishen- und das habe ich!

Bis auf die recht klein gehaltenen Labestationen, kann ich auch dieses Event empfehlen. Landschaftsgenuss pur .

Laut dem Sieger Bernd Hornetz, der auch den letztjährigen Ötzi gewann, soll er noch mal härter sein als der Ötztaler Radmarathon.

Also auf ins Training fürs nächste Jahr, denn obwohl ich mir währenddessen sicher war nie wieder einen Marathon fahren zu wollen, hat mich die Lust daran im Ziel direkt wieder gepackt.

Euer Helge

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