Highlander Radmarathon 2013 – Es kann nur einen geben!

Dachte sich Lukas.
Der Berg rief ihn und nach 187 km war er ein Highlander.
600 kamen ins Ziel. Traumhafte Aussichten und atemberaubende Abfahrten waren der Lohn der Qual.Da ich bei der Verlosung der Startplätze für den Ötztaler Radmarathon leider kein Glück hatte, fiel die Ersatzwahl auf den Highlander Radmarathon im Voralberg (Österreich).
Quelle: http://www.highlander-radmarathon.at
Vor dem Radmarathon das übliche Programm: 5 Uhr aufstehen, frühstücken, zum Start fahren (nach Hohenems hatte ich knapp 10km), aufstellen und auf den Start warten.
Mehr als 1000 Teilnehmer (Teilnehmerrekord) machten sich nach der Radlersegnung durch den örtlichen Pfarrer um Punkt 7 Uhr Richtung Dornbirn.  Das Tempo war zu Beginn sehr schnell (40-50 km/h), aber angenehm, so dass der erste Anstieg, der Bödele (8,2 km 702 hm), bereits nach 10 min erreicht wurde.
Die ersten Höhenmeter liefen, so wie die Abfahrt, recht gut.
Im Anschluss an die Abfahrt bildete sich eine große Gruppe, die mit rasantem Tempo (ich habe auf Erholung gehofft) bis zur ersten Labe zusammen blieb.
Die darauffolgenden Anstiege zum Hochtannbergpass (13 km, 906 hm) und zum Flexenpass (6 km, 233 hm), mit 1773 m das Dach des Radmarathons,  waren auch noch sehr gut zu fahren, auch wenn die bisher zurückgelegten Höhenmeter sich bereits in den Beinen bemerkbar machten.
Auch diesmal bildete sich in der Abfahrt ein große Gruppe (20-30 Mann), jedoch musste ich diesmal keine Führungsarbeit übernehmen, so dass ich mich ein wenig erholen konnte. Das war auch mein Glück, denn das nächste Stück sollte nicht gerade leicht werden.
Nach der Trennung der Strecken (Rund um Vorarlberg (kurze Strecke) und Highlander) ging es direkt zur Sache. Der „kleine“ Berg mit seinem Anstieg, obwohl er gar nicht so steil war, zwang mich jetzt schon an die körperlichen Grenzen. Nach einer kurzen Abfahrt folgte dann der Aufstieg zum Faschinajoch (mit dem ersten Berg insg. 21 km und 1100 hm) und der hatte es in sich. Der Beginn fing sehr steil an (zwischen 9 und 11%), nach einer kurzen „Flachpassage“ ging es dann bis Fontanella weiter im zweistelligen Prozentbereich. Hier überkamen mich die ersten Gedanken einfach abzusteigen, mich an den Straßenrand zu setzten und einfach nicht mehr weiter zu fahren. Beim erreichen des kleinen Bergdorfes Fontalle kamen bei mir Glücksgefühle auf, denn die Straße wurde flacher und ich wähnte mich bereits in der Abfahrt. Man(n) sollte immer das Profil genauer studieren, denn dann hätte ich auch gewusst, dass es noch lange nicht vorbei war. Die letzten 3 km bis zur Passhöhe, waren der reine Horror (ja die 100 kg haben sich endlich mal bemerkbar gemacht). Der Tacho zeigte nie mehr als 7 km/h und mental wollte ich schon vorher Absteigen. So kämpfte ich mich von Kurve zur Kurve in der Hoffnung, dass das Leiden bald vorbei sein würde und dass das wohl der letzte lange Anstieg sein sollte.
Oben angekommen, ging es mir wieder besser, da ich wusste, dass nur noch das Furkajoch (8 km 500 hm) wartet. Nach einen sehr kurzen aber sehr schnellen Abfahrt (max. 90 km/h), ging es nach einem steilen Beginn mit nur 4-6 % der Passhöhe entgegen. Für mich war es landschaftlich der schönste Teil der Strecke.
Die restlichen 40 km ins Ziel teilten sich in 30 km Abfahrt und 10 km flaches Terrain, so dass ich nach 50 min die Ziellinie überqueren konnte.
Die 187 km und 4040 hm schaffte ich 7 Stunden und 40 Minuten (= Nettozeit / 7:51 h Bruttozeit) als 326 von knapp 600 Teilnehmern.
Fazit:
Ein sehr anspruchsvoller und landschaftlich sehr schöner Radmarathon. Die Organisation sowie Verpflegung waren sehr gut. Einziger Kritikpunkt: Der Radmarathon findet auf nicht abgesperrten Straßen statt, wobei die Straßen bis zum ersten Anstieg, sowie alle wichtigsten Kreuzungen gesichert wurden. Trotzdem herrschte teilweise sehr viel Verkehr, Berg auf kein Problem, aber Berg ab manchmal sehr gefährlich, da viele Tunnels und Galerien durchfahren wurden (an die Lichtpflicht hielt sich ca. die Hälfte der Teilnehmer).

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