Satte 333 km Wegstrecke zwischen Essen und Bensersiel verheißt diese seit nahezu 10 Jahren durchgeführte Rennrad-Veranstaltung.
In diesem Jahr stürzten sich am 13. Juni über 30 Fahrerinnen und Fahrer ins Abenteuer, begleitet von 6 Guides. Vom RC Buer waren Marcus und Stefan L mit von der Partie.
Gestartet wurde um 4 Uhr in der Früh. Sodann ging’s übers Centro und auf dem Alten Postweg nordwärts raus aus dem Pott und – bei Tagesanbruch – über Schermbeck zum ersten Stop am Schloss Raesfeld. Bei Kilometer 110 war Gronau erreicht. Aus dem Deutschen Rock- und Popmuseum ließ Udo grüßen: „Hinterm Horizont geht‘s weiter“.



Und wie! Im geschlossenen Verband war die Gruppe shon bestens ins Rollen gekommen – abgesichert nach hinten durchs Begleitfahrzeug („Achtung Radfahrer“) und in Kreuzungsbereichen durch die Guides. Die sorgten so anteilig für freies Fahren und zum andern Teil nahmen sie die Gruppe aus dem Wind. Und der wurde Stunde um Stunde stärker.
Der erste Regenschauer vor Meppen sollte sich, da noch ungeahnt, lediglich als Vorbote erweisen. Die Mittagspause bei rund 200 km hielt nicht nur warmes Essen, sondern auch die Möglichkeit bereit, die Bekleidung anzupassen. Wer bei beidem zulangte, konnte sich im weiteren Verlauf glücklich schätzen – stürmische Böen und teils heftige graupelartige Schauer waren von nun an ständige Begleiter.
Aber sie bestimmten nicht das Geschehen. Nicht nur, dass sich auch immer mal wieder die Sonne zeigte. Sondern auch und vor allem, dass das Peloton Wind und Wetter trittfest gute Stimmung entgegensetzte!
Dazu gestalteten sich Landschaft und Straßenführung als abwechslungsreicher – so zunächst auf dem Ufer-Radweg entlang der Ems oder später – hinter Papenburg – auf der Deichstraße unterhalb des Flusses. Kamen Durchfahrten durch Dörfer auf Kopfsteinpflaster oder durch die Innenstädte von Papenburg, Leer und Aurich hinzu. Nicht zu vergessen die hervorragende Verpflegung über den gesamten Tag. So auch auf der letzten Station um die 60 km vor dem Ziel, bereitgestellt vom Verpflegungsteam, das mit eigenem Fahrzeug unterwegs gewesen ist.
Am Ziel – Hafen und Strand in Bensersiel – kam gegen 19 Uhr alles und kamen alle schlussendlich zusammen: orkanartiger Wind und prasselnder Regen auf der einen, auf der anderen Seite und vor allem aber auch die Radsportler und Guides, die von den Mitgliedern des Verpflegungs-, Foto- und Orga-Teams gebührend in Empfang genommen wurden. Die Strandparty fiel im Wortsinn ins Wasser – wurde aber am Abend in der Übernachtungsunterkunft bei leckerem Essen und Trinken
nachgeholt. Der Rückweg am Tag drauf verlief locker und entspannt im Reisebus.
Alles in allem ein tolles Erlebnis und eine bestens organisierte Veranstaltung. Stolz auf sich sein dürfen nicht nur die erfolgreichen Rennradler – 333 km fährt man nicht unbedingt jeden Tag. Stol auf sich und das Format ERG2Nordsee sein darf nicht weniger der Veranstalter, die Essener Radsportgemeinschaft.
